Hecken schneiden – wie, wann und vor allem: warum?

Hecken schneiden – so geht‘s

  • Um die Hecke mit ausreichend Licht zu versorgen, ist im Querschnitt ein trapezförmiger Schnitt mit einer unteren Breite von ca. 50 cm empfehlenswert.
  • So kommt Ihr gut von beiden Seiten an die Hecke, könnt wild eingewachsene Gehölze leicht entfernen, Eure Hecke wird schön dicht und bleibt vital.
  • Nach Rückschnitt sollte die Hecke maximal 1,10 Meter hoch sein
  • Der Weg sollte von Hecke zu Hecke eine Breite von mindestens 2,50 Meter aufweisen. Dann passen auch zwei Kinderwagen oder Fahrräder bequem nebeneinander.

Hecken schneiden – wann?

Damit Ihr Frau/Herr/Inter Eurer Hecken werdet, empfehlen wir die Hecken am besten zweimal im Jahr zu schneiden:

  • Der erste Schnitt sollte möglichst Ende Februar vorgenommen werden
  • Der zweite Schnitt kann dann wieder ab dem 24. Juni (Johanni) erfolgen. Bitte unbedingt noch auf brütende Vögel achten!!
  • Ein Formschnitt ist zu jeder Zeit möglich – etwa um überhängende Zweige zu beseitigen. Auch hier gilt: Arbeitet mit der Natur, nicht gegen sie. Achtet auf Vögel, Nistplätze anderer Tiere, Insekten, …

Warum müssen die Hecken geschnitten werden?

Unsere Kleingärten sind Naherholungsgebiete – ein Einblick in die Gärten vom Weg aus soll daher für Spaziergänger möglich sein. Die Gartenordnung sieht daher für Hecken eine maximale Höhe von 1,10 Meter vor, die Wege sollten außerdem von Hecke zu Hecke mindestens eine Breite von 2,50 Meter aufweisen. An den Außenwegen unseres Geländes (Fährweg, Strandweg, Weg zum Krähenberg) dulden wir höhere Hecken – in den Stichwegen gilt dann wieder 1,10 Meter.

Achtung: Das ist nur eine Duldung, die wir als Verein ausgesprochen haben. Der Eigentümer der Flächen (die Stadt Bremen) oder der Generalverpächter (der Landesverband der Gartenfreunde Bremen) dürften diese Duldung widerrufen (im Sinne von „Ober sticht Unter“…).

Da es sich bei unseren Kleingärten um Kulturflächen handelt, fallen diese nicht unter die Bestimmungen des Bundesnaturschutzes bzw. des Bremer Naturschutzgesetzes (darum sind auch Waldbäume nicht erlaubt).

Heckenschnitt – wer hilft bei Fragen?

Bei weiteren Fragen stehen Euch die Fachberaterinnen unseres Vereins gerne zur Verfügung.  Oder fragt Eure Gartennachbarn, die die Hecken vielleicht schon perfekt in Form gebracht haben. Ihr könnt natürlich auch die Sprechtage nutzen oder den „Offenen Gartentreff“.

Und wohin mit dem Heckenschnitt?

Idealerweise häckseln und kompostieren – den Schnitt zu einer Deponie zu fahren ist nicht sonderlich umweltfreundlich. Der Vorstand weiß, dass gerade das Häckseln von Heckenschnitt echt nervig und aufwändig ist (gerade, wenn große Mengen anfallen). Wir bieten deshalb seit 2018 mindestens zweimal im Jahr allgemeine Häckseltermine an (Ende Februar, Anfang März und dann wieder Ende Oktober / November). Wir prüfen zurzeit, ob noch ein dritter Termin möglich wäre (nach den Sommerferien).

„Wenn ich meine Hecke schneide, kann man ja in meinen Garten sehen!“

Ja. Das ist auch Sinn der Aktion. Darum zahlen wir auch nur 18 Cent Pacht pro Quadratmeter im Jahr – weil wir Natur für alle Menschen dieser Stadt bewahren und schützen. Allerdings gibt es viele, viele Möglichkeiten, stille Refugien im Garten zu schaffen, die nicht sofort einsehbar sind und der Gartenordnung entsprechen. Tipps und Tricks dazu gibt es beim „Offenen Gartentreff“ oder den Sprechtagen.